Was ist CBD?

Die Hanfpflanze, domestiziert vor rund 6000 Jahren in China, produziert mehr als 400 organische Stoffe. Die zwei Hauptgruppen an Molekülen mit bioaktiven Inhaltsstoffe, die man in Hanf findet, sind Terpene und Cannabinoide - dabei ist CBD ein Molekül der Letzteren.

Cannabinoide sind Stoffe, die die Funktion des menschlichen Nervensystems beeinflussen können. Die Hanfpflanze synthetisiert mehr als 60 von ihnen. Die Hauptcannabinoide sind THC, CBD und CBG. Sie unterscheiden sich hinsichtlich ihrer chemischen Struktur und ihres Verhaltens.

Cannabidiol oder auch CBD wird Dich nicht high machen, denn CBD ist nicht psychoaktiv. Anders ausgedrückt: nach dem Konsum von CBD wirst Du keine maßgebliche Änderung Deiner Stimmung, Aufmerksamkeit oder Deines Geisteszustandes bemerken.

Was ist der unterschied zwischen CBD und THC?

CBD steht für Cannabidiol und THC steht für Δ-tetrahydrocannabidiol. Beide sind wichtige Inhaltstoffe in Marihuana Pflanzen. Cannabinoide sind eine einzigartige Klasse von Verbindungen und beide, CBD und THC gehören in diese Klasse. Wenn es um Marihuana geht sind THC-reiche Sorten recht häufig, Sorten mit einem hohen CBD Gehalt jedoch eher selten. Die folgenden sind einige der Hauptunterschiede zwischen CBD und THC.

Unterschiede zwischen CBD und THC

CBD:

  • Nicht-psychoaktiv: Macht den Nutzer nicht high.
  • Keine bekannten Nebenwirkungen.
  • Hilft psychoaktive Effekte von THC zu verhindern.
  • Es ist in den meisten Ländern legal.

THC:

  • Psychoaktiv: Macht den Nutzer high.
  • Kann Nebenwirkungen wie Paranoia und Angstzustände auslösen.
  • Die Effekte stimmen mit denen einer Psychose überein.
  • Es ist in den meisten Ländern illegal.

Wie wirkt CBD?

Das menschliche Nervensystem beinhaltet eine große Anzahl Rezeptoren. Rezeptoren sind wie Mobiltelefonmasten, die Signale senden. Wie ein Telefonmast ein elektromagnetisches Signal akzeptiert, so akzeptieren die Rezeptoren des Körpers spezifische Moleküle, um Nachrichten zu senden.

Eines dieser Rezeptorensysteme ist das sogenannte Endocannabinoidsystem (ECS). ECS-Rezeptoren befinden sich im menschlichen Gehirn und im peripheren Nervensystem, im Rückenmark und in den Nerven. Im Gehirn befinden sich die Rezeptoren in Regionen, die verantwortlich für die Wahrnehmung, Konzentration, Erinnerung und die Bewegung sind. Daher ist das ECS an der Regulation vieler physiologischer Prozesse beteiligt, einschließlich Schmerzempfinden, Stimmung und Appetit. Interessanterweise ist das ECS auch Teil der neuronalen Reaktion auf physische Aktivität. Das "Runner's high" ist auch eine Reaktion der Funktion des ECS.

ECS-Rezeptoren sind CB1 und CB2, 5-HT1A, μ, und δ. Die Rezeptoren binden cannabinoidähnliche Moleküle, die von den Endorphinen im Nervensystem produziert werden. Eines der Endorphinmoleküle, das Signale in das ECS transportiert, heißt 2-Arachidonoylglycerol (2-AG). Es bindet CB1- und CB2-Rezeptoren. Cannabidiol, CBD, bindet sich ebenfalls an diese Rezeptoren und repliziert die Effekte des 2-AG.

Die Forschung zeigt, dass CBD antispastische, -psychotische und -krampfhafte Eigenschaften hat. Daher ist die Verwendung von CBD-Öl eine gute Methode, mit der man die Muskeln entspannen kann. CBD lindert auch den Stress im Alltag und macht das Nervensystem belastbarer.

Die biologie und chemie von CBD

Die wilde Cannabis Sativa produziert eine Vielzahl an organischen Stoffen, wozu auch THC und CBD gehören. Genau wie bei anderen domestizierten Pflanzen wurde auch die Cannabispflanze so selektiert, dass sie verschiedene Zwecke erfüllt. Als Konsequenz der Zucht wurden die Pflanzen in verschiedene Sorten unterteilt, die unterschiedliche Qualitäten aufweisen (man denke an Sprossen und Blumenkohl, die beide vom Gemüsekohl abstammen). Aktuelle Cannabissorten wurden mit dem Fokus auf einen maximalen THC-Gehalt gezüchtet, wodurch andere nützliche Stoffe das nachsehen haben mussten. Auf der anderen Seite wurde industriell genutzte Hanfsorten mit dem Fokus auf ihren CBD-Gehalt gezüchtet, was einen niedrigen THC-Gehalt als Konsequenz hat.

Die Cannabinoide THC und CBD sind eng verbunden mit den pflanzeneigenen Terpenoide wie beispielsweise Menthol, Kampfer und Curcuminoide aus Kurkuma- und Senfkörnern. Terpenoide sind eine große Gruppe organischer Moleküle, die häufig wegen ihrer aromatischen Qualitäten in der klassischen Küche genutzt werden. Die spielen auch eine wichtige Rolle in traditionellen Heilmitteln.

THC und CBD produzieren den gleichen biosynthetischen Weg. In anderen Worten: Sie haben das gleiche Vorläufermolekül, Cannabigerolinsäure (engl.: CBGA). Wenn der Vorläufer verfügbar ist, stellt ein Enzym, THCS, einen zusätzliche Verbindung her und macht aus CBGA THCA, das nach der Decarboxylierung zu THC wird. Parallel dazu wandelt die CBDA-Synthase CBGA in den CBD Vorläufer CBDA um.