Die psychoaktiven Eigenschaften von CBD

Psychoaktiv vs. psychotrop

Wenn man nach CBD-Produkten sucht, listen die meisten Websites das Cannabinoid als "nicht-psychoaktiv", um sich vom Begriff "psychoaktiv" abzugrenzen, der die Wirkung von Marihuana und THC beschreibt. Indem man ein Produkt auf diese Weise vermarktet, will man es von Cannabis, das nach wie vor im Großteil der Welt illegal ist, abgrenzen und als gefahrlose Option ausweisen.

Ist CBD wirklich nicht-psychoaktiv?

In Wahrheit sollte CBD aber viel eher als "nicht-psychotrop" bezeichnet werden, was der korrekte Begriff für die Beschreibung einer Substanz ist, die Deinen Geisteszustand nicht beeinflusst. Der Gedanke dahinter ist einfacher zu verstehen, wenn wir uns die Definitionen der Begriffe "psychoaktiv" und "psychotrop" näher anschauen.

Psychoaktiv: "Eine Stoff, der die Psyche beeinflusst"

Psychotrop: "Bezeichnet Stoffe, die den Geisteszustand einer Person beeinflussen"

Psychotrope Substanzen beeinflussen also unseren Geisteszustand, unseren Sinn für Realität und unsere Wahrnehmung der Welt. Obwohl genau dies die Gründe dafür sein mögen, warum Cannabis die am häufigsten konsumierte verbotene Substanz der Welt ist, sind diese Eigenschaften in der Regel für all jene Anwender nicht erstrebenswert, die sich den potentiellen gesundheitlichen Nutzen von CBD zu eigen machen wollen. Der Begriff "psychoaktiv" impliziert dagegen eine Substanz, die die Psyche beeinflusst. Und obwohl auch das negative Auswirkungen haben kann, gibt es dutzende psychoaktive Lebensmittel und Verbindungen, die wir täglich ohne jedes Risiko zu uns nehmen. Nur weil etwas das seelische Gleichgewicht verändern kann, bedeutet das noch nicht, dass seine Wirkung gefährlich oder unerwünscht ist.

Psychoaktive Substanzen sind verbreiteter als Du denkst

Es ist vielleicht schwer zu glauben, doch etwas, das wir alle essen und regelmäßig genießen, gilt als psychoaktiv. Wir sprechen hier natürlich von der Schokolade, wobei hier insbesondere dunkle Schokolade gemeint ist. Kakao (die rohen Samen, aus denen Schokolade hergestellt wird) ist eines der beliebtesten Lebensmittelprodukte auf dem Planeten. Weil die darin enthaltenen Bestandteile dafür sorgen können, dass wir uns weniger gestresst fühlen, gilt die Schokolade als psychoaktive Substanz.

In einer auf NCBI veröffentlichten Studie fanden Forscher heraus, dass der Konsum von Schokolade bei Frauen und Männern im Alter von 18–49 Jahren für eine Abmilderung leichter Stressymptome sorgte. Die an der Studie teilnehmenden Personen stammten aus allen demographischen Schichten, wobei einige von ihnen in der Vergangenheit unter depressiven Episoden gelitten hatten. Die Testpersonen gaben an, dass der Verzehr von Schokolade "mit dem Gefühl gesteigerter Energie oder verbesserter Konzentration einhergeht". Das Geheimnis der psychoaktiven Eigenschaften der Schokolade liegt in ihrer Fähigkeit, den Serotoninspiegel zu beeinflussen – ein Mechanismus, den sie mit CBD gemein hat.

CBD hat das Potenzial, den Gemütszustand positiv zu beeinflussen

Serotonin ist ein Neurotransmitter, der für die Übertragung von Signalen innerhalb verschiedener Gehirnareale verantwortlich ist. Sa ein niedriger Serotoninspiegel mit Erkrankungen wie Depressionen und Angstzuständen in Verbindung gebracht wird, nimmt man an, dass diese Verbindung hilft, die Stimmung zu regulieren. Diese Schlussfolgerung passt zu dem, was wir über die psychoaktiven Eigenschaften von Schokolade wissen, da sich herausgestellt hat, dass deren regelmäßiger Verzehr den Serotoninspiegel erhöht – was wiederum erklärt, warum Schokolade hilft, leichte Verzweiflung abzumildern.

In einer weiteren, vom National Institute of Health veröffentlichten Studie fanden Forscher heraus, dass die Gabe von CBD an lebende Versuchsobjekte (Mäuse) mit einer "signifikanten Steigerung des Serotoninspiegels" einherging. Zwar schwankte die Wirkung abhängig vom ursprünglichen Gemütszustand und der Dauer der Therapie, doch war ein Anstieg stets zu verzeichnen. Für sich genommen ist dieser Wirkmechanismus aufregend, jedoch nicht bahnbrechend. Wie auch immer eröffnet er ein ganz neues Potential für Therapieprogramme, die auf die Behandlung von Depressionen und Angsterkrankungen abzielen und künftig CBD in einem gewissen Maß mit einschließen könnten. Forscher sind daran interessiert, dies besser zu verstehen, doch sind bei der Analyse, wie das Cannabinoid unser Gehirn beeinflusst, unzählige Variablen zu berücksichtigen. Obwohl man also definitiv ein Potential sieht, fehlt es für hieb- und stichfeste Schlussfolgerungen noch an weiteren verifizierten Untersuchungen.

CBD ist psychoaktiv, aber nicht berauschend

In der Zwischenzeit können wir aber eine Sache ganz gewiss bestätigen – und zwar den Ruf, sicher zu sein, den sich CBD erworben hat. Von den zahlreichen Studien, die durchgeführt wurden, bis hin zur umfassenden Überprüfung durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist eine Eigenschaft, die in Bezug auf CBD immer wieder besonders heraussticht, sein Mangel an Toxizität und das unglaublich geringe Risiko von Nebenwirkungen. Im Rahmen ihrer Untersuchung stellte die WHO fest, dass "CBD im Allgemeinen gut verträglich ist und ein gutes Risiko-Nutzen-Verhältnis aufweist. Berichtete Nebenwirkungen können das Ergebnis von Wechselwirkungen zwischen CBD und einer bestehenden Medikation der Patienten sein".

Alles in Maßen

Wenn man seine potentiellen Nebenwirkungen ebenso wie die möglichen Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten in Betracht zieht, sollte immer von Fall zu Fall über die Anwendung von CBD entschieden werden. Legt man jedoch zugrunde, was wir derzeit über das Potenzial der Verbindung wissen, sind die Aussichten allerdings ermutigend. Auch abgesehen von den Forschungsergebnissen können wir bestätigen, dass CBD psychoaktiv ist, und obwohl seine Wirkung noch untersucht wird, kann man annehmen, dass es vor einer vielversprechenden Zukunft steht und helfen kann, verschiedene Erkrankungen zu behandeln, die mit der Stimmung zu tun haben.

Ebenso wie Schokolade besitzt auch CBD die Fähigkeit, unsere Gemütslage positiv zu beeinflussen – ganz so, wie man es von einer psychoaktiven Substanz erwartet. Die Vergleichbarkeit mit der Schokolade endet jedoch nicht bei der Beeinflussung des Serotoninspiegels: Beide Verbindungen dürften bei übermäßiger Einnahme unerwünschte Wirkungen haben. Das ist auch der Grund, warum man im Sinne eines gesunden Lebensstils auch Substanzen, die gut für unsere Gesundheit sind, nur in Maßen konsumieren sollte.

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