Ist CBD ein Placebo?

Bewirkt CBD physiologische Veränderungen im Körper? Oder ist es lediglich ein Placebo, dass uns eine Wirkung "vorgaukelt"?

Mehrere wissenschaftliche Studien haben nachgewiesen, dass CBD in der Tat einige sehr reale und messbare Veränderungen bewirkt. Sorgfältig angelegte Studien haben CBD an Menschen getestet, um die Wirkung des Cannabinoids auf zahlreiche Leiden zu untersuchen. Das Molekül wurde nicht nur auf seine therapeutische Wirksamkeit hin untersucht, die Forschung hat zudem die Effekte von CBD mit denen eines Placebos verglichen.

Bevor wir uns eingehend mit dieser Forschung befassen, lass uns ansehen, was ein Placebo eigentlich ist.

Was ist der Placeboeffekt?

Laut Definition ist der Placeboeffekt ein nützlicher Effekt, der von einem eigentlich ineffektiven Arzneimittel hervorgerufen wird. Das Ergebnis ist nicht auf die Behandlung an sich zurückzuführen, sondern auf den Glauben des Patienten an die Wirksamkeit der Behandlung.

Der Verstand besitzt überragende Macht. Er kann uns sogar davon überzeugen, dass eine ineffektive oder "falsche" Behandlung tatsächlich wirkt. Wenn eine Person wirklich daran glaubt, dass das, was sie eingenommen hat, eine Krankheit heilen kann, könnten ihre Symptome mitunter verschwinden.

Dies klingt extrem, aber die Wissenschaft erkennt die Kraft des Placeboeffektes vollständig an. Das Phänomen kann keine bedeutenden Veränderungen bei Leiden wie Tumoren und zu hohem Cholesterinspiegel bewirken, es kann aber positive Resultate in Bezug auf Schmerzen, Schlafstörungen, Menopause, Reizdarmsyndrom und Depression hervorbringen.

Eine maßgebliche Theorie hinter der Wirkungsweise des Placeboeffektes dreht sich um die Patientenerwartung. Wenn eine Person wirklich glaubt, dass sie wirksame Medizin nimmt, könnte ihre eigene innere Chemie ähnliche Effekte hervorrufen.

CBD bietet mehr als einen Placeboeffekt

Forscher haben entdeckt, dass CBD eine Reihe von physiologischen Veränderungen und Effekten bewirkt. Woher wissen wir aber, dass diese nicht die Folge eines bloßen Placeboeffekts sind?

Placebokontrollierte Studien helfen, zwischen den echten Effekten und jenen eines Placebos zu unterscheiden. Diese Studien umfassen typischerweise zwei Gruppen: eine, die die Substanz erhält (Experimentalgruppe), und eine, die eine falsche Version bekommt (Kontrollgruppe).

Placebokontrollierte Doppelblindstudien gehen noch weiter. In diesen Studien wissen weder der Patient noch der Forscher, welche Gruppe die Substanz und welche das Placebo erhält. Dies hilft, so viel Voreingenommenheit wie möglich herauszunehmen.

Wir wissen, dass CBD mehr als einen Placeboeffekt bietet, weil Forscher das Cannabinoid bereits diesen wissenschaftlichen Maßnahmen unterzogen haben. Ein randomisierter, placebokontrollierter Doppelblindversuch aus dem Jahr 2018 testete die Wirkung von CBD zum Beispiel an Patienten mit Krampfanfällen. Die Ergebnisse zeigten, dass die CBD-Gruppe einen viel signifikanteren Rückgang der monatlichen Anfallfrequenz als die Placebo-Gruppe erlebte.

Des Weiteren untersuchte eine im Journal of Psychopharmacology publizierte Doppelblindstudie die Effekte von Cannabidiol auf Patienten mit Parkinson. Die CBD-Gruppe erlebte im Vergleich zu der Placebo-Gruppe einen deutlichen Unterschied in Bezug auf Lebensqualität und Wohlbefinden.

Eine weitere placebokontrollierte Doppelblindstudie prüfte die Wirksamkeit von CBD-reichen botanischen Extrakten auf die symptomatische Therapie von Colitis ulcerosa. Es wurde festgestellt, dass die CBD-Gruppe bessere Auswirkungen auf die Lebensqualität als die Placebo-Gruppe wahrnahm.

Mehr Forschung ist nötig

Auch wenn derzeit derart gut angelegte Studien in Bezug auf CBD noch selten sind, werden in Zukunft viele weitere erscheinen. Diese Forschung gibt uns einen Einblick in die Effekte von CBD gegenüber einem Placebo, wobei die Ergebnisse bislang darauf hindeuten, dass das Cannabinoid konkrete Effekte produziert.

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