Eine detaillierte Übersicht über die Cannabinoid-Rezeptoren

A Detailed Review Of Cannabinoid Receptors

Was sind Cannabinoid-Rezeptoren?

Cannabinoid-Rezeptoren sind neben Endocannabinoiden und ihren Enzymen eine der drei Hauptkomponenten des Endocannabinoid-Systems. Diese Strukturen dienen als Bindungsstellen sowohl für Endocannabinoide als auch für externe Phytocannabinoide. Bei Aktivierung lösen Cannabinoid-Rezeptoren zelluläre Signalwege aus, die physiologische Veränderungen katalysieren.

Zellen wie Neuronen weisen auf ihren Oberflächen viele verschiedene Rezeptor-Typen auf. Ein Molekül muss jedoch die richtige Passform aufweisen, um an einen bestimmten Rezeptor zu binden – ähnlich wie ein Schloss und ein Schlüssel zusammenpassen müssen. Moleküle, die genau richtig "passen", werden als Ligand des zugehörigen Rezeptors bezeichnet.

Wie der Name schon sagt, können sich nur Cannabinoide an Cannabinoid-Rezeptorstellen festsetzen. Wenn sie dies tun, verursachen sie lokale Veränderungen in der Zelle sowie weiter verbreitete Veränderungen, indem sie Chemikalien verändern, die von bestimmten Zellen freigesetzt werden.

Insbesondere kennt man Cannabinoid-Rezeptoren als G-Protein-gekoppelte Rezeptoren (GPCRs). Diese Rezeptoren kommen in der Zellmembran in einem inaktiven Zustand vor. Während dieser Zeit bleibt ein sogenanntes G-Protein an der Seite des Rezeptors innerhalb der Zelle gebunden. Sobald ein Ligand Kontakt aufnimmt, initiiert das mit dem Rezeptor assoziierte G-Protein die ersten Veränderungen, die sich innerhalb der Zielzelle abspielen.

Ein genauerer Blick auf Cannabinoid-Rezeptoren

Es gibt zwei primäre Typen von Cannabinoid-Rezeptoren: CB1 und CB2. Die Forschung geht jedoch auch von der Existenz eines dritten, "verwaisten" Cannabinoid-Rezeptors aus: Man konnte zeigen, "dass Endocannabinoide, die als GPR55 bezeichnet werden, an diese neuartige Stelle binden."

Das Endocannabinoid-System spielt eine sehr wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung des biologischen Gleichgewichts (Homöostase) im menschlichen Körper, und Cannabinoid-Rezeptoren sind für diese Funktion von entscheidender Bedeutung.

Das umfassende Netzwerk hilft bei der Regulierung anderer Körpersysteme, zu denen das Nervensystem, das endokrine System und das Immunsystem gehören. In diesen Systemen angesiedelte Cannabinoid-Rezeptoren sind maßgeblich dafür verantwortlich, dass das ECS als "Hauptregulator" fungieren kann.

Lass uns nun untersuchen, welche Rolle die beiden primären Cannabinoid-Rezeptoren im Körper spielen und erklären, wie CBD auf beide einwirkt.

A Detailed Review Of Cannabinoid Receptors

Der CB1-Rezeptor

CB1-Rezeptoren sind hauptsächlich im Gehirn anzutreffen. Dort treten sie in Regionen wie dem Hippocampus, dem Hypothalamus und der Amygdala auf. Außerdem findet man sie auch in den folgenden Bereichen:

• Zentrales Nervensystem
• Periphäres Nervensystem
• Immunsystem
• Magen-Darm-Trakt
• Skelettmuskeln
• Leber
• Fortpflanzungsapparat
• Herz-Kreislauf-System

CB1-Rezeptoren sind hauptsächlich an präsynaptischen Nervenenden konzentriert und werden aktiviert, wenn Endocannabinoide retrograd über die synaptische Spalte "rückwärts" wandern.

Dieser spezifische Modus Operandi trägt zur regulatorischen Rolle dieses Systems bei und ermöglicht es Endocannabinoiden und Cannabinoid-Rezeptoren, eingehende Signale von Neuronen stromabwärts zu ändern.

Mehrere Phytocannabinoide, Endocannabinoide und synthetische Cannabinoide binden als Agonisten an CB1-Rezeptoren, was bedeutet, dass sie diese aktivieren und eine bestimmte Art von Wirkung hervorrufen.

Die Endocannabinoide Anandamid (AEA) und 2-Arachidonylglycerol (2-AG) binden an CB1-Rezeptoren, jedoch mit unterschiedlicher Wirksamkeit. AEA bindet als partieller Agonist mit hoher Affinität, während dies bei 2-AG als vollständigem Agonist nur mit mäßiger bis niedriger Affinität stattfindet.

THC, der primäre psychoaktive Bestandteil der Cannabispflanze, bindet an den CB1-Rezeptor, wobei dieser Vorgang psychotrope Effekte auslöst, die sich auf Emotionen, Gefühle der Belohnung und Gedächtnisverarbeitung auswirken.

Eine ganze Reihe synthetischer Cannabinoide weist ebenso die Fähigkeit auf, an die CB1-Stelle zu binden.

Sobald ein Ligand an CB1-Rezeptoren bindet, kann eine Vielzahl physiologischer Veränderungen auftreten. Insgesamt ist der CB1-Rezeptor – abhängig von der Ligandenfreisetzung – an einer Vielzahl wichtiger Funktionen beteiligt, wie z. B.:

• Lernen, Gedächtnis und Kognition
• Belohnung und Sucht
• Schlaf
• Neuroprotektion
• Energiestoffwechsel
• Vasodilatation
• Herzfunktion
• Schmerzsignalisierung
• Knochenumbau
• Augeninnendruck

CB2-Rezeptor

CB2-Rezeptoren sind viel weniger verbreitet als ihre CB1-Gegenstücke. Diese Rezeptoren finden sich hauptsächlich auf Immunzellen wie Mikroglia, Osteoklasten und Osteoblasten. Ebenso treten sie auf Neuronen im gesamten Nervensystem auf.

Das Vorhandensein von CB2 im Immunsystem legt nahe, dass diese Rezeptorstellen hier eine regulatorische Funktion übernehmen. Bisher hat sich die Aktivierung des Rezeptors bei der Behandlung entzündlicher Erkrankungen in Tiermodellen als vielversprechend erwiesen.

Verschiedene Endocannabinoide und Phytocannabinoide wirken als Liganden des CB2-Rezeptors. Zu diesen gehören:

• AEA
• 2-AG
• THC
• CBN
• β-Caryophyllen (ein in Cannabisblüten produziertes Terpen)

Wie beim CB1-Rezeptor aktiviert auch eine Reihe synthetischer Cannabinoide diese Rezeptorstelle.

Auch die Aktivierung von CB2-Rezeptoren spielt eindeutig eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung der Homöostase im menschlichen Körper. Untersuchungen legen nahe, dass diese Rezeptorstellen für die künftige Behandlung folgender Erkrankungen wichtig ist:

• Akuter Schmerz
• Chronische entzündliche Schmerzen
• Neuropathischer Schmerz
• Neuroinflammation
• Neurodegeneration
• Multiple Sklerose
• Morbus Huntington
• Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen
• Leberzirrhose

Wie beeinflusst CBD die Cannabinoid-Rezeptoren?

CBD beeinflusst sowohl CB1- als auch CB2-Rezeptoren. Obwohl die Forschung den Wirkungsmechanismus noch nicht endgültig bestimmt hat, konnte man zeigen, dass CBD als allosterischer Modulator, schwacher Antagonist und inverser Agonist von Cannabinoid-Rezeptoren wirkt.

Im Wesentlichen bedeutet dies, dass das Cannabinoid diese Rezeptoren bis zu einem gewissen Grad blockieren oder stören kann und auch in der Lage ist, die Art und Weise zu verändern, wie sie auf andere Liganden reagieren.

CBD könnte den CB1-Rezeptor indirekt aktivieren, indem es die Spiegel des Liganden AEA erhöht. Das Cannabinoid verhindert, dass AEA von Enzymen abgebaut wird, und stoppt auch die Wiederaufnahme des Endocannabinoids.

CBD wirkt als inverser Agonist des CB2-Rezeptors, was bedeutet, dass es die Aktivität des Rezeptors senkt. Dieser Mechanismus kann es dem Cannabinoid ermöglichen, in nutzbringender Weise Einfluss auf Immunzellen auszuüben.

Ebenso könnte CBD auch den neuartigen dritten Cannabinoidrezeptor antagonisieren, wobei diese Hypothese allerdings noch weiterer Abklärung bedarf.

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