Was ist CBG (Cannabigerol)?

Was ist CBG?

Cannabigerol ist das Vorgängermolekül von THC, CBD und CBD. Alle Cannabinoide stammen von der Säure-Version von CBG ab (CBGA). Weil sich Cannabinoide auf eine spezielle Art und Weise mit Enzymen (Geranylpyrophosphat und Olivetolsäure) synthetisieren und ihre chemische Struktur während der Entwicklung der Pflanze verändern, ist die Isolation und Extraktion von CBD eine ziemliche Herausforderung. Man geht davon aus, dass der CBG-Anteil des Cannabinoid-Gehalts ausgewachsener Cannabis-sativa-Pflanzen ungefähr 1% beträgt.

Zusammenfassung

• Vorgänger-Cannabinoid
• Gilt als geringfügiger Bestandteil von Cannabis Sativa
• Zeigt eine Bindungsaffinität zu CB1- und CB2-Rezeptoren
• Nicht-psychotrop
• Begrenzte Forschungsdaten
• In therapeutischen Dosen scheint CBD keine Nebenwirkungen zu haben

Aktuelle Forschungslage

Leider gibt es so gut wie keine beweiskräftigen Forschungsergebnisse zu den therapeutischen Eigenschaften von CBG. Von den abgeschlossenen Studien wurde die Mehrheit in vitro oder mithilfe von Tiermodellen durchgeführt.

Eine Tierstudie, die im Journal of the American Society for Experimental Neuro Therapeutics veröffentlicht wurde, untersuchte die Auswirkungen von CBG auf (simulierte) Huntington-Krankheit. Man fand heraus, dass CBD bei Mäusen extreme neuroprotektive Eigenschaften zeigte und motorische Defizite verbessern sowie stratiale Nervenzellen schützen konnte. Die Forscher folgerten daraus, dass diese Ergebnisse „neue Wege der Erforschung ermöglichen“. Die Wirkungsweise des Cannabinoids sei jedoch unklar (Valdeolivas et al., 2014).

Eine Analyse der in Cannabis sativa enthaltenen Cannabinoide zeigte, dass CBD, CBC, CBG, CBN und THC von Natur aus antibakterielle Eigenschaften besitzen. Im Zusammenspiel scheinen die Inhaltsstoffe eine „potente Aktivität gegen eine Vielzahl antibiotikaresistenter (Methicillin) Staphylokokken“ zu haben. Der genaue Wirkungsmechanismus konnte allerdings nicht definiert werden (Appendino et al., 2008).

Die Zeitschrift Biochemical Pharmacology fand heraus, dass CBG „dank der Ergebnisse in einem Tiermodell "für klinische Studien mit Patienten, die an chronisch entzündlichen Darmerkrankungen leiden, in Frage kommen könnte". Nachdem Mäuse mit Kolitis infiziert wurden, reduzierte CBD das Gewicht des Dickdarms, die Produktion von Stickoxid und "den Aufbau von Sauerstoffradikalen in Epithelzellen des Darms" (Borrelli et al., 2013).

Im Jahre 1990 wurden die Cannabinoide THC und CBD hinsichtlich ihrer Wirkung bei grünem Star untersucht. Anhand eines Tiermodells fanden Forscher heraus, dass der Augeninnendruck nach chronischer Behandlung „beachtlich abnahm“. Außerdem fand man heraus, dass „beide Cannabinoide eine zwei- bis dreifache Steigerung des wässrigen Ausflusses ermöglichten“. Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass Cannabigerol und verwandte Cannabinoide ein therapeutisches Potenzial für die Behandlung von grünem Star haben können (Colasanti, 1990).

Rechtlicher Status

Das zur Verfügung gestellte Cannabigerol wird aus Industriehanf extrahiert und gilt als legal. CBG wird weder von der UN Konvention über psychotrope Substanzen noch dem Betäubungsmittelgesetz gelistet.

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