CBD und prämenstruellen Syndrom (PMS)

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PMS kann unerbittlich und unversöhnlich sein

Stimmungsschwankungen, Krämpfe, Müdigkeit, Reizbarkeit und in einigen Fällen sogar Depressionen – diese Symptome geben nur ausschnittweise wieder, was Frauen während jedes Menstruationszyklus zu bewältigen haben. Der schwierigste Aspekt des prämenstruellen Syndroms (PMS) besteht darin, dass keine zwei Fälle identisch sind. Obwohl es generalisierte Symptome gibt, treten bei vielen Frauen einige, keine oder alle der oben aufgeführten Symptome auf.

Die Breite möglicher Symptome macht nicht nur das Leben von Millionen von Frauen zu einem monatlichen Kampf, auch Ärzte und Ärztinnen haben es gleichermaßen schwer, den richtigen Behandlungsverlauf vorzugeben. Wenn es darum geht, eine Vielzahl von Symptomen zu behandeln, kann eine umfassendere Strategie hilfreich sein, anstatt zu versuchen, jedes einzeln zu behandeln.

Zu diesem Zweck empfehlen viele medizinische Einrichtungen kleine Änderungen in Bezug auf Ernährung, Bewegung, erholsamen Schlaf und Entspannungstherapie, um die PMS-Symptome abzumildern und mit ihnen zurechtzukommen. Aber was ist mit CBD? Bevor wir die mögliche Rolle dieses Cannabinoids für Frauen mit PMS untersuchen, ist es nötig, sich kurz anzusehen, was der Körper einer Frau bei PMS durchmacht.

Was ist das prämenstruelle Syndrom (PMS)?

Das prämenstruelle Syndrom (oft auch als Menstruationsbeschwerden bezeichnet) tritt einige bis mehrere Tage vor der monatlichen Regelblutung auf. Obwohl die genaue Ursache des PMS unbekannt ist, nimmt man an, dass es durch einen erhöhten Spiegel des Hormons Progesteron ausgelöst wird. Körperliche Symptome können Müdigkeit, Völlegefühl, Gewichtszunahme, Empfindlichkeit der Brüste, Akneschübe, Schlaflosigkeit oder Änderungen des Appetits umfassen.

Auf der psychischen Ebene ist PMS genauso problematisch. Frauen leiden häufig an Reizbarkeit, Angstzuständen, Stimmungsschwankungen oder Depressionen, wenn auch nur vorübergehend. Die meisten Symptome klingen am Ende der Menstruation vollständig wieder ab. Es ist jedoch möglich, dass die Symptome von Zyklus zu Zyklus variieren und sich mit zunehmendem Alter ändern. Obwohl die Breite der Symptome ein düsteres Bild ergibt, fallen die Symptome bei vielen Frauen glücklicherweise mild aus und haben nur geringe Auswirkungen auf den Alltag.

In seltenen Fällen können die PMS-Symptome jedoch eskalieren und schwächende Beschwerden verursachen. Ungefähr 20–40% aller Frauen leiden unter schweren PMS-Symptomen, während bei 3–8% eine signifikante Beeinträchtigung der psychischen Gesundheit diagnostiziert wird (prämenstruelle dysphorische Störung; PMDS).

Falls Du von einem schwerem PMS-Verlauf betroffen bist, müssen wir Dir nicht erzählen, wie frustrierend das ist. Viele Frauen haben das Gefühl, die Kontrolle über ihren Körper und ihre Emotionen zu verlieren, was die ohnehin schwierige Zeit noch zusätzlich verschärft. Das Fehlen einer bekannten Ursache und der spürbare Mangel an entsprechender wissenschaftlicher Forschung machen die Behandlung von PMS, gelinde gesagt, schwierig.

Könnte CBD bei PMS helfen?

Angesichts der Fülle möglicher Symptome ist es an der Zeit, anhand einer Reihe von Vorstudien herauszufinden, welche Rolle CBD hier möglicherweise spielen könnte. Es ist jedoch von entscheidender Bedeutung, darauf hinzuweisen, dass CBD vermutlich nicht direkt auf das PMS abzielt. Stattdessen könnte das Cannabinoid auf die physischen und emotionalen Symptome der Erkrankung einwirken. Allerdings ist die Forschung in diesem Bereich bisher noch alles andere als umfangreich.

Leider gehören sowohl Depressionen als auch Angstzustände zu den häufigen psychologischen Symptomen, die im Zusammenhang mit PMS stehen. Vorläufige Ergebnisse von Humanstudien zur
sozialen Angststörung deuten darauf hin, dass CBD in diesem Bereich ein gewisses Potenzial besitzen könnte, während Studien an Tiermodellen auf eine Wirkung des Cannabinoids hindeuten, die der eines Antidepressivums ähnelt.

Schlaf ist wichtig, um uns körperlich und geistig zu erden. Schlaflosigkeit während des PMS stellt deshalb für die betroffenen Frauen eine erhebliche Belastung dar. In einer von der Universität São Paulo durchgeführten Studie verabreichte man Ratten CBD, um den Einfluss von Cannabinoiden auf den Schlaf-Wach-Zyklus zu bestimmen. Man stellte fest, dass milde Dosen von CBD (10–40 mg) den Gesamtschlaf signifikant erhöhten und gleichzeitig die Wachheit während des Tages förderten.

Zu den häufigsten Symptomen von PMS gehören schmerzhafte Menstruationsbeschwerden. Nach Angaben der Zentren für Schmerzforschung- und -management an der Universität von Utah hat sich gezeigt, dass das Endocannabinoid-System eine „signifikante Schnittstelle zur Schmerzhomöostase“ bildet. CBD und die Aufrechterhaltung des ECS scheinen Hand in Hand zu gehen. Eine in Trends In Pharmacological Sciences veröffentlichte Zusammenschau ergab, dass die Verbindung die Aktivierung von Cannabinoid-Rezeptoren verbessern und die Produktion nützlicher Endocannabinoide fördern könnte.

Die PMS-Behandlung ist immer noch unglaublich fallbezogen

Der erhebliche Umfang und der fließende Charakter der PMS-Symptome bedeuten, dass es kein Allheilmittel gibt. Außer dem Vertrauen auf die üblicherweise verschriebenen Antidepressiva, NSAIDs und hormonellen Kontrazeptiva sind manche Frauen der Ansicht, dass einfache Änderungen der Ernährung oder des Lebensstils ausreichen, um die PMS-Symptome beherrschbar zu machen.

Die oben skizzierten vorläufigen Studien scheinen darauf hinzudeuten, dass CBD die Behandlung mehrerer der psychischen und physischen PMS-Symptome unterstützen könnte. Die Forschung steckt jedoch noch in den Kinderschuhen, was in diesem Zusammenhang nicht nur in Bezug auf CBD, sondern auch auf das Verständnis des PMS insgesamt zutrifft. Jede Behandlung sollte von Fall zu Fall überprüft werden. Daher sollte Dein Arzt immer Deine erste Anlaufstelle sein – unabhängig davon, ob Du CBD anwenden möchtest oder nicht. Angesichts der relativen Sicherheit von CBD, einem auch von der WHO festgestellten Merkmal des Cannabinoids, besteht die begründete Hoffnung, dass die künftige Forschung eine endgültige Antwort liefern wird.

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