Was ist THC (Tetrahydrocannabinol)?

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Was ist THC?

Tetrahydrocannabinol (THC) gehört zu einer Klasse organischer chemischer Verbindungen, die man als Phytocannabinoide bezeichnet. Die Verbindung ist vor allem für ihre psychoaktiven Nebenwirkungen bekannt. Beim Konsum (geraucht, verdampft oder gegessen) bindet THC hauptsächlich an CB1-Rezeptoren in Amygdala, Kleinhirn und Hippocampus.

Zusammenfassung

Sorten von Cannabis sativa, die reich an THC sind, werden überwiegend zu Genusszwecken in der Freizeit genutzt. Cannabis gilt als die am häufigsten konsumierte illegale Droge der Welt.

• THC kann synthetisch hergestellt werden
• Mögliche kurzfristige Beeinträchtigung des Gedächtnisses und der Koordination
• Potentiell gesteigerter Appetit, häufig "Fressflash" oder "Munchies" genannt
• Es ist dafür verantwortlich, dass ein veränderter Geisteszustand ("High") ausgelöst wird
• Starke Affinität zu CB1-Rezeptoren, die mit dem Endocannabinoid-System verbunden sind
• Erstmals 1964 isoliert
• Wird in kontrollierten Dosen als mögliche Behandlung mit mehreren Erkrankungen in Verbindung gebracht

Unterstützende Forschung

Aufgrund seiner Einordnung in die Anlage 1 der Betäubungsmittelgesetze ist die Erforschung der therapeutischen Anwendungen von THC begrenzt. Entsprechende Studien können nur durchgeführt werden, wenn zuerst ein behördliches Genehmigungsschreiben vorliegt. Im Folgenden findest Du eine Auswahl präklinischer Studien, in denen der Einfluss von THC auf Übelkeit, Multiple Sklerose und die Linderung von Schmerzen untersucht wird.

Die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) hat das synthetische THC-Medikament Dronabinol zur Behandlung von Übelkeit und Erbrechen zugelassen, die durch Chemotherapie ausgelöst werden (CINV). Eine 2001 durchgeführte systematische Sichtung der wissenschaftlichen Literatur ergab, dass "Cannabinoide seit 1985 wirksam zur Behandlung von CINV eingesetzt werden".

Forschung 1
Forschung 2

2018 ergab ein entsprechender systematischer Bericht über „Cannabinoide zur Behandlung von MS Symptomen“, dass es "Hinweise auf Nutzen der Behandlung von Spastiken und neuropathischen Schmerzen bei Multipler Sklerose gibt“. Die Forscher hoben hervor, dass Cannabiskonsum das Risiko nachteiliger Nebenwirkungen beinhaltet.

Forschung 3

Das Journal of Pain and Symptom Management veröffentlichte eine Studie zur Wirkung von THC:CBD-Extrakten und THC-Extrakten bei Patienten mit „hartnäckigen krebsbedingten Schmerzen“. Die Patienten wurden randomisiert und die Ergebnisse mit denen einer Placebogruppe verglichen. Insgesamt konnte in der THC:CBD-Extraktgruppe eine signifikante Reduktion der gemessenen Schmerzen festgestellt werden (30%).

Forschung 4

Rechtlicher Status

1961 wurde Cannabis (wegen seines wirksamen Bestandteils THC) in den USA als Betäubungsmittel des Anhangs 1 eingestuft. Zu der Zeit nahm man an, dass es „keine derzeit akzeptierte medizinische Verwendung und ein hohes Missbrauchspotenzial“ gibt.

Das Vorhandensein von THC in CBD-Ölen und anderen Cannabinoid-Produkten gilt als legal, solange seine Konzentrationen unter 0,2/0,3% liegen (länderspezifisch).

Eine wachsende Zahl von Ländern und amerikanischen Bundesstaaten ist jedoch dabei, die Gesetzgebung zugunsten von THC zu ändern. Im Oktober 2018 legalisierte Kanada umfassend den Freizeitkonsum und die medizinische Anwendung von Cannabis.

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