Was sind Terpene?

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Die weite Welt der aromatischen Terpene

Die erfrischenden Düfte von Zitrone, Kiefern, Eukalyptus und Hanf haben alle etwas gemeinsam: Ihr Geruch ist auf organische Verbindungen zurückzuführen, die Terpene genannt werden. Diese Terpene bilden eine große Klasse aromatischer Chemikalien, die in einer Vielzahl von Pflanzen, Lebensmitteln und ätherischen Ölen enthalten sind. Im Hanf findet man diese Verbindungen innerhalb der Trichome, bei denen es ich um winzige, pilzförmige Kristalle handelt, die die Blätter und Blüten bedecken.

Darüber hinaus gibt es mehr als nur eine Handvoll Terpene. Man nimmt vielmehr an, dass über hundert verschiedene existieren. Sie unterscheiden sich nur leicht in ihrer chemischen Struktur und bieten dennoch jeweils ein exklusives Aroma. Obwohl sie unseren Geruchssinn ansprechen, sollen sie in erster Linie die Pflanzen schützen, indem sie Bakterien, Pilze und Schädlinge abwehren.

Zum Glück für uns haben Studien ergeben, dass Terpene mehr können, als nur ein angenehmes Aroma zu verströmen oder Feinde der Pflanze abzuschrecken. Ebenso stellte man fest, dass sie beim Menschen eine Vielzahl biologischer Wirkungen hervorrufen, auf die wir später noch näher eingehen werden.

Wie viele Terpene gibt es und wie heißen sie?

Wie bereits erwähnt, findet man Terpene nicht nur in der Hanfpflanze. Wenn Du Deinen Küchenschrank öffnest, hast Du dort alltägliche Lebensmittel, die ebenfalls hohe Konzentrationen an Terpenen enthalten, wie z. B. schwarzen Pfeffer, Mangos oder Zitronengras.

Obwohl es über hundert verschiedene Terpene gibt, kommen manche häufiger vor als andere. Zu den bekanntesten Terpenen gehören:

• Myrcen

Myrcen ist das bedeutendste Terpen in der Art Canabis sativa aber es kommt auch in Klee, Salbei, Hopfen und Kümmel in großen Mengen vor.

• Limonen

Erinnere Dich an den erfrischenden Duft von Zitrone, den wir bereits erwähnt haben – das liegt an Limonen. Dieses Terpen wird häufig in Parfums, Kosmetika und Produkten zur Lufterfrischung verwendet.

• β-Caryophyllen

Das würzige und pfeffrige Beta-Caryophyllen ist vor allem für sein Vorkommen in schwarzem Pfeffer, Nelken und Zimt bekannt.

• Linalool

Das blumige Aroma von Linalool erkennst Du sofort. Es handelt sich um ein durchdringendes Terpen, das am häufigsten in Lavendel vorkommt.

Was macht Terpene so besonders?

Terpene sind nicht nur wegen ihres Geruchs von Bedeutung, sondern auch wegen der potenziellen Synergie, die sie mit Cannabinoiden wie CBD, CBN und CBG im menschlichen Körper entwickeln.

Stelle Dir die Hanfpflanze als großes Glas vor. Zuerst befüllen wir dieses Gefäß mit Steinen. Dies sind die Cannabinoide, die größte Gruppe von Verbindungen. Als nächstes nehmen wir kleinere Kieselsteine, um einige der Lücken zu füllen. Das sind unsere Terpene. Schließlich füllen wir das Glas mit Sand, der Flavonoide und anderen essentielle Moleküle repräsentiert. Man benötigt alle diese Elemente, um eine vollständige Pflanze zu erhalten.

Darüber hinaus gibt es Hinweise darauf, dass Cannabinoide und Terpene bei gemeinsamem Auftreten ihre jeweiligen biologischen Wirkungen verstärken. Dieses Phänomen, das man als Entourage-Effekt bezeichnet, macht die im Hanf enthaltenen Moleküle so einzigartig. Studien haben jedoch gezeigt, dass Terpene möglicherweise auch isoliert ganz spezifische biologische Effekte bewirken.

Welche Wirkungen haben Terpene?

Das Potenzial der Terpene scheint groß zu sein. Ein Übersichtsartikel der British Pharmacological Society ergab, dass Terpene "ganz spezifische therapeutische Wirkungen aufweisen, die erheblich zum Entourage-Effekt medizinischer Extrakte auf Cannabis-Basis beitragen können". Die Autoren fügten hinzu, dass Wechselwirkungen zwischen Cannabinoiden und Terpenen zu "Synergien bei der Behandlung von Schmerzen, Entzündungen, Depressionen, Angstzuständen, Suchterkrankungen, Epilepsie, Krebs sowie Pilz- und Bakterieninfektionen" führen könnten.

Kurz gesagt mögen Cannabinoide zwar die Stars der Show sein, doch könnten sie mit der Unterstützung von Terpenen noch besser wirken. Es gibt noch viel mehr über das Innenleben von Terpenen zu entdecken, und obwohl wir hier einige häufige aufgezählt haben, ist damit doch nur die Spitze des Eisbergs erfasst. In zukünftigen Artikeln werden wir die Terpene genauer untersuchen, um herauszufinden, wozu sie in der Lage sein könnten.

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