Was ist die „V“-Familie der Cannabinoide?

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Ein genauerer Blick auf Cannabinoide

Als Heimat von über einhundert verschiedenen Cannabinoiden, ist die Cannabispflanze mit einer vielfältigen Mischung chemischer Verbindungen gefüllt. Um diese Verbindungen herzustellen, durchläuft die Pflanze zahlreiche chemische Reaktionen. Die durch diese Reaktionen erzeugten Cannabinoide unterscheiden sich je nach Cannabisspezies, dem Stadium ihres Lebenszyklus, ihrer Exposition gegenüber Hitze oder dem Vorhandensein von Enzymen.

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Eine solche Gruppe von Cannabinoiden, die alle den Buchstaben „V“ im Namen tragen, ist das Ergebnis einer spezifischen chemischen Veränderung, die in den ersten Stadien der Entwicklung einer Cannabispflanze stattfindet. Was die Verbindungen CBCV, THCV und CBDV angeht, weisen Teile ihrer chemischen Struktur, die anderen Cannabinoiden sehr ähnlich sind, einige attraktive Eigenschaften auf.

Vorstellung der „V“-Cannabinoid-Familie

Lass uns diese spezifische chemische Reaktion erkunden, auf die wir zuvor hingewiesen haben. In den ersten Stadien des Lebens einer Cannabispflanze steht eine chemische Verbindung, die Geranylpyrophosphat genannt wird, vor der Alternative, sich mit zwei verschiedenen Sorten von Säuren zu verbinden, die in einer Cannabispflanze vorkommen. Falls Geranylpyrophosphat an Olivetolsäure bindet, erhält man CBGA, während die Kombination mit Divarinsäure CBGVA erzeugt. Beide sind intermediäre Cannabinoide, wobei CBGVA unser erstes Mitglied der Familie der V-Cannabinoide bildet.

Es kann allzu leicht passieren, dass man bei all den verschiedenen Familien oder Gruppen von Cannabinoiden den Überblick verliert. Eine einfache Möglichkeit, die Synthese von Cannabinoiden zu visualisieren, besteht darin, sich CBGA und CBGVA als unterschiedliche Arten von Teig vorzustellen. Während CBGA-Teig für die Herstellung von Spaghetti verwendet werden kann, ist CBGVA besser für Rigatoni geeignet. Die meisten der ursprünglichen Grundzutaten sind identisch, aber je nach Art der Teigherstellung, des Garprozesses und der Formgebung variiert das Ergebnis.

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Ähnlich verhält es sich mit dem gesamten Cannabinoid-Stammbaum. Da dieser sich in zahlreiche Pfade und Verzweigungen aufteilt (abhängig von der Reaktion, die stattfindet, oder der Manipulation, die angewendet wird), erhält man Dutzende von möglichen Ergebnissen. Falls Du den „V“-Cannabinoid-Pfaden folgst, während eine Pflanze wächst, und die rohen Cannabinoide erhitzt, landest Du bei den zuvor genannten CBCV, THCV und CBDV.

Wo findet man die „V“-Familie der Cannabinoide und was bewirken ihre Mitglieder?

Die meisten Cannabinoide der „V“-Familie sind schwer zu isolieren. Bei ihnen handelt es sich um die schüchterne, zurückgezogene Seite der Cannabinoid-Familie. Es sei denn, Du kannst Landrassen-Cannabispflanze finden. Dort hast Du es mit genetisch „reinen“ Sorten zu tun, die nicht durch jahrzehntelange gezielte Kreuzung und Manipulation durch Züchter verändert wurden. Stattdessen konnten Landrasse-Sorten auf natürliche Weise wachsen, was bei ihnen zu höheren Anteilen an „V“-Cannabinoiden wie CBDV führte.

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Was nun die Fähigkeiten der „V“-Cannabinoide angeht, befindet sich ihre Erforschung noch in einem sehr frühen Stadium. Was wir jedoch wissen, ist, dass sie nicht psychoaktiv sind und mit verschiedenen Cannabinoid-Rezeptoren interagieren und dabei CBD ähneln. THCV ist – anders als THC – nicht psychoaktiv und hat die Fähigkeit gezeigt, den Appetit zu unterdrücken, während man bei CBDV ein Potenzial für die Behandlung von Epilepsie und anderen Krampfanfällen festgestellt hat. Vorerst müssen wir darauf vertrauen, dass die laufende Forschung das wahre Potenzial der „V“-Cannabinoide aufdecken wird.

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