Der Unterschied Zwischen Sativa Und Indica

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Es gibt zwei verschiedene Arten von Cannabispflanzen - indica und sativa. Jede Art der Pflanze hat eine unterschiedliche Wirkung auf den Körper, sowie den Geist. Die beiden Pflanzen werden häufig gekreuzt, um spezielle Hybride zu schaffen, vor allem für ausgefeilte und legale Märkte.

Die ursprüngliche Klassifizierung von Cannabis indica wurde im Jahr 1785 vom französischen Biologen Jean-Baptiste Lamarck vorgenommen.

leaves of indica and sativa

 

Indica

Indica-Pflanzen kann man daran erkennen, dass sie die kleinere, untersetztere der beiden Züchtungen ist - mit breiteren Blättern. Sie eignen sich somit besser für kleinere Anbauflächen im Innenbereich, vor allem da sie mehr Chlorophyll und weniger von dem Pigment aufweisen, das die Pflanze vor zu viel direktem Sonnenlicht schützt.

Der von einer Indica ausgelöste Rausch ist ein eher körperlicher, der Schlaf einleiten kann und eine tiefe Entspannung auslöst.

Indica-Sorten neigen zudem dazu, einen starken süßen oder sauren Geruch zu verströmen (zum Beispiel Kush).

Indica-Sorten werden regelmäßig zur Behandlung allgemeiner Angstzustände, körperlicher Schmerzen und Schlafstörungen, sowie zur Behandlung von durch Bewegungsstörungen verursachte Muskelkrämpfe verwendet. Es wird außerdem angenommen, dass sie ursprünglich aus der Hindukush-Region nahe Afghanistan stammen. Die dicke Harzschicht, die für diese Grassorten typisch ist, schützt die Pflanze bei widrigen klimatischen Bedingungen.

hemp field

Indica-Pflanzen und -Sorten haben meist höhere Erträge als Sativa-Sorten.

Indica-Pflanzen neigen dazu höhere THC zu CBD Verhältnisse aufzuweisen (Sativas und sativadominierte Sorten haben das umgekehrte Verhältnis).

Sativa

Im scharfen Gegensatz zu Indicas wachsen Sativa-Pflanzen schmal und hoch, weshalb sie sich besser für den gewerblichen Anbau im großen Stil oder im Freien eignen. Sativa-Sorten lösen einen belebenderen Rausch aus, der "geistig stimulierend" und erhebend ist. Viele Menschen rauchen Sativas während künstlerischer Tätigkeiten, wie etwa beim Malen.

Sativa-Sorten neigen dazu einen "grasigen" Geruch zu haben. Zu den bekanntesten Sativa-Sorten gehören Purple Haze und Mauwie Wauwie. Die Pflanzen gedeihen in Klimata, die näher am Äquator liegen. Der Reifungsprozess bei Sativas dauert in der Regel länger als bei Indica-Pflanzen. Cibdol verwendet ausschließlich Sativas.

 

Indica-Sativa Hybride

Indicas und Sativas sind allerdings so eng miteinander verwandt, dass sie regelmäßig gekreuzt werden, was zu den sogenannten Hybriden führt. Konsumenten sollten mit den verschiedenen Sorten und Hybriden experimentieren, um die passende Wirkung und Rausch für die jeweiligen Bedürfnisse oder Vorlieben zu finden. Dabei handelt es sich allerdings nicht um ein Vorhaben, das schnell und eindeutig über Nacht abgehandelt werden kann, da es sehr subjektiv und von Patient zu Patient unterschiedlich ist.

Einer der größten durch den Schwarzmarkt hervorgerufenen Mängel, ist die Tatsache, dass Konsumenten und vor allem medizinische Nutzer keinen verlässlichen Zugang zu der für ihr Leiden richtigen Sorte haben.

hemp and blue sky

 

Der "Entourage-Effekt"

Es handelt sich hierbei um eine relativ neue Theorie, die besagt, dass der Gehalt eines Terpenoids namens Myrcen in der Tat eher für die unterschiedlichen psychoaktiven Wirkungen von Indicas und Sativas verantwortlich ist, als die prozentualen Anteile und Konzentrationen von THC und CBD. Terpenoide (auch Terpene genannt) werden in den sekretorischen Zellen der Pflanze synthetisiert und ihre Produktion erhöht sich, wenn sie mehr Licht bekommen. Terpene gibt es in hohen Konzentrationen meist in unbestäubten weiblichen Cannabispflanzen in der Wachstumsphase.

Es gibt sie auch in vielen weiteren Pflanzen, normalerweise mit der Funktion, die Pflanzen vor Schädlingen zu schützen. Auch dort verströmen sie strenge Gerüche und Aromen. Manche glauben, dass die Forschung zu Terpenoiden den nächsten "großen Einschnitt" in der Forschung darüber darstellen wird, wie medizinisches Marihuana im Speziellen bestimmte Arten von Krankheiten beeinflussen kann.

Myrcen an sich hat spezifische medizinische Fähigkeiten, unter anderem verringert es den Widerstand der Blut-Hirn-Schranke und ermöglicht so sich selbst, als auch anderen Chemikalien, die Schranke schneller zu passieren. Zudem kommt es nicht nur in Cannabis vor - in der Tat wird es am häufigsten als Bestandteil von ätherischen Ölen aus Zitrusfrüchten konsumiert. Manche behaupten zudem, dass der Verzehr bestimmter Arten von Zitrusfrüchten, wie Mango, 45 Minuten vor dem Konsum von Marihuana eine schnellere Wirkung und gesteigerte Intensität auslöst.

Der Begriff "Entourage-Effekt" wurde von Dr. Ethan Russo geprägt, als er in einer im British Journal of Pharmacology veröffentlichten Abhandlung die Synergien der anderen im Cannabis vorkommenden Stoffe beschrieb, sowie die Tatsache, dass diese in "CBD-only"-Produkten normalerweise nicht vorkommen. Russo hat außerdem nahegelegt, dass die Interaktion zwischen Cannabinoiden und Terpenoiden auch Synergien in der Behandlung von vielen chronischen Krankheiten bilden könnten - angefangen von Depressionen, bis hin zu Krebs und bakteriellen Infektionen.

VERWANDTER BLOGBEITRAG:

Terpene kommen in sowohl in Cannabis indica- als auch sativa-Sorten vor. Abgesehen davon scheint bei Indica-Sorten Myrcen zu dominieren, in Kombination mit anderen Terpenoiden namens Limonen oder α-Pinen. Sativa-Sorten haben im Gegensatz dazu komplexere Terpen-Profile.

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