Ist der Einsatz von CBD für Kinder und Babys ungefährlich?

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Der Verlauf der CBD-Forschung sucht in der Geschichte seinesgleichen: Cannabidiol, das einst völlig unbekannt war und dann stigmatisiert wurde, ist jetzt plötzlich in aller Munde. Warum? Viele Jahrzehnte erkannte man den gesundheitlichen Nutzen von CBD nicht, weil es vom THC überschattet wurde, dem in den Cannabispflanzen der Sativa L.-Spezies am häufigsten vorkommenden Cannabinoid. THC ist bekannt dafür, beim Cannabiskonsum für die psychoaktiven Effekte verantwortlich zu sein und es hat lange Zeit fast die gesamte Cannabisforschung dominiert. Dank der engagierten Arbeit von relativ wenigen Forschern wissen wir heutzutage aber, dass CBD nicht-psychoaktiv und zudem auch sehr nützlich ist.

CBD test

Ist CBD ungefährlich, wenn es bei Kindern und Babys eingesetzt wird?

Manchem mag bei der Vorstellung, dass CBD an Kinder und Kleinkinder verabreicht wird, unwohl sein. Immerhin stammt CBD doch aus der Cannabispflanze, nicht wahr? An diesem Punkt ist es wichtig, die vielfältige Natur dieser Pflanzengattung mit ihren zahlreichen interagierenden Cannabinoiden und anderen chemischen Bestandteilen richtig zu verstehen. Da CBD nicht psychoaktiv ist und zudem gänzlich ohne Beimengungen von THC produziert werden kann, besitzt es das Potenzial, pflegend zu wirken und sogar bestimmte Krankheiten therapieren zu können. Das gilt auch für Kinder. Kein Arzt, der noch bei klarem Verstand ist, wird einem Kind psychoaktives Cannabis verabreichen.

Das Dravet-Syndrom

Wie Forschungsstudien gezeigt haben, kann CBD jedoch Kindern mit einer seltenen Form von Epilepsie namens Dravet-Syndrom helfen.

Zunächst einmal ist es wichtig darauf hinzuweisen, dass die meisten der hier zusammengestellten Daten auf anekdotischen Berichten und/oder vorläufigen Studien basieren. Der durch unsere Regierungen verursachte jahrzehntelange Stillstand und die damit einhergehende Stigmatisierung haben eine umfassende Erforschung der Cannabispflanze verhindert. Allerdings sind die in diesem Text angeführten Betroffenenberichte angesichts der Umstände, die diese oft tödliche Krankheit betreffen, sehr ermutigend.

Die Symptome des Dravet-Syndroms sind stark behindernd; Anfälle können in großer Zahl auftreten und über Stunden andauern. Bei vielen Patienten beeinträchtigt das Dravet-Syndrom stark die Mobilität und verlangsamt die kognitiven Funktion. Leider ist diese Erkrankung auch mit verzweifelten Eltern verknüpft, die häufig erfolglose Versuche unternehmen, um die Anfälle ihres Kindes zu unterdrücken. Erst als CBD ins Spiel kam, nahm die Angelegenheit eine positive Wendung.

Charlotte Figi

Charlotte Figi, ein Kind, das an Dravet-Syndrom leidet, machte wegen der erstaunlichen Auswirkungen, die CBD-Öl auf ihr Leiden hatte, international Schlagzeilen. Unter anderem berichtete CNN in seinem Dokumentarfilm "Weed" über sie. Tatsächlich sind die Ergebnisse eigentlich unglaublich: Charlotte hat nur noch 2-3 Krampfanfälle im Monat, gleichzeitig haben sich ihre Mobilität und andere Bereiche drastisch verbessert. Allerdings ist Charlotte nicht das einzige Kind mit Dravet-Syndrom, bei dem CBD von Nutzen war.

Parent and child

Zunehmende Forschung

Eine aktuelle Umfrage ermittelte Informationen von neunzehn anspruchsberechtigten Eltern, deren Kinder das Kriterium einer Epilepsie-Diagnose erfüllen und die zur Behandlung CBD-reiches Cannabis einsetzen. 84% der Umfrageteilnehmer berichteten von einer Verringerung der Anfallshäufigkeit in der Folge des CBD-Einsatzes. 11% gaben sogar an, dass ihre Kinder vollständige "Anfallfreiheit" erreicht hatten, während 42% der Teilnehmer bei ihrem Kind eine 80%ige Reduktion der Anfallhäufigkeit feststellen konnten. 

Weiterhin wurde eine Studie durchgeführt, bei der man Patienten mit Dravet-Syndrom im Alter zwischen 2-18 Jahren entweder eine orale CBD-Lösung oder ein Placebo verabreichte. Die Studie erstreckte sich über vierzehn Wochen und umfasste Patienten, die zwischen 4 bis 1.717 Krampfanfälle pro Monat erlebten. Am Ende des Beobachtungszeitraumes war die Anfallhäufigkeit in der CBD-Gruppe im Durchschnitt von monatlich 12,4 auf 5,9 gesunken, während für die Placebo-Gruppe der entsprechende Wert lediglich von 14,9 auf 14,1 fiel.

Von den insgesamt 120 Teilnehmern konnte bei fünf Kindern während der vierzehnwöchigen CBD-Gabe vollständige Anfallfreiheit erreicht werden. Diese Ergebnisse sind besonders ermutigend, wenn man berücksichtigt, dass es bis zu diesem Zeitpunkt nur sehr wenige zwingende Studien zu diesem Thema gibt. Angesichts der Tatsache, dass die CBD-Produktion in den kommenden Jahren wohl weiterhin boomen wird, gibt es sicher bald mehr Möglichkeiten zu überprüfen, ob der Einsatz von CBD tatsächlich eine effektive Behandlungsmethode sein kann.

Weist CBD Nebenwirkungen auf?

Ein wichtiger Grund dafür, dass CBD eine so ernst zu nehmende Option darstellt, ist darin zu sehen, dass es nur sehr wenige bekannte Nebenwirkungen gibt. Es wurde vereinzelt von Übelkeit und Müdigkeit berichtet, aber nichts über schädliche Nebenwirkungen. Besonders bei denjenigen, die unter schmerzhaften oder lebensbedrohlichen Krankheiten leiden, überwiegen die Vorteile von CBD deutlich die vernachlässigbaren Bedenken.

Natürlich gibt es interessierte Kreise, die sich weigern, die Idee von CBD als Medizin zu akzeptieren und ihre Hexenjagd gegen die Cannabispflanze weiterhin fortsetzen werden. Obwohl wir keine Daten verbreiten wollen, die noch nicht bestätigt sind, verweisen wir trotzdem auf das Internet, wo zahlreiche Eltern berichten, dass CBD bei der Behandlung ihrer Kinder Wunder gewirkt hat.

parent and child

Das qualitative Spektrum

Du solltest aber unbedingt berücksichtigen, dass nicht alle CBD-Produkte gleich sind. Auch in den hier vorgestellten Studien gibt es wenig Informationen zu den Prozentsätzen der verabreichten CBD-Medikamente und dazu, ob es sich um Ganzpflanzen-Rezepturen oder um Isolate handelte. Diese Unterscheidungen sind viel wichtiger als es den Anschein hat, denn sie können deutliche Qualitätsunterschiede zwischen einzelnen Produkten bedeuten.

In dem Maße, in dem die Erforschung von CBD voranschreitet, hat sich bei vielen Menschen die Überzeugung durchgesetzt, dass "Ganzpflanzen"-Rezepturen am besten wirken. Dazu gehören solche Produkte, die reichlich mit unterstützenden Chemikalien aus der Hanfpflanze ausgestattet sind. Im Gegensatz zu Isolaten wirken Ganzpflanzen-Formeln synergistisch und bieten einen potenziell umfangreicheren Wirkungsverlauf.

Wende Dich bitte an Deinen Arzt, bevor Du Deinem Kind CBD-Öl verabreichst. Da CBD und Cannabis noch immer streng reguliert sind, kann es allerdings schwierig sein, eine unvoreingenommene Auskunft zu erhalten. Im Netz gibt es zahllose leidenschaftliche CBD-Enthusiasten, die davon berichten, welche großen Wirkungen CBD auf sie oder ihre Lieben ausgeübt hat. Dies ist ein idealer Startpunkt, um sich inspirieren zu lassen und weiterhin zu verfolgen, wie CBD die alten Vorurteile widerlegt.

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