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Alles, was Du über Anandamid wissen musst

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Was ist Anandamid?

Ursprünglich Arachidonylethanolamid genannt, wurde Anandamid (AEA) nach "Ananda" umbenannt, einem indischen Wort für "Freude, Wonne oder Glück". Allein in diesem Eröffnungssatz gibt es viele Informationen zu verdauen. Anandamid ist allerdings ein starker Verbündeter, also beschäftigen wir uns zunächst mit dem Grundprinzip des Endocannabinoid-Systems. Das wird helfen, zu verstehen, warum diese passend "Glücksmolekül" genannte Verbindung so wichtig ist.

anandamite molecular structure

Unser Endocannabinoid-System (ECS) ist ein riesiges Netzwerk von CB1- und CB2-Rezeptoren. Diese Rezeptoren sind aus zwei Gründen unglaublich komplex. Erstens befinden sie sich im gesamten Körper und zweitens werden sie durch das Vorhandensein von chemischen Verbindungen, den sogenannten Cannabinoiden, getriggert. Einmal aktiviert, lösen diese Rezeptoren eine Reihe von biologischen Reaktionen aus. Forscher glauben, dass wir durch eine umfassende Dokumentation dieser Wechselwirkungen in der Lage sein könnten, Cannabinoide mit großem Nutzen einzusetzen.

Das alles klingt schön und gut, aber Du fragst Dich vielleicht, warum unser Körper auf das Vorhandensein von Cannabinoiden reagiert. Denn obwohl sie in mehreren Pflanzenarten vorkommen, sind sie überwiegend in Cannabis enthalten. Warum sollte der menschliche Körper ein System entwickelt haben, das durch Cannabis angeregt wird?

Nun, diese gleiche Frage verwirrte die Wissenschaftler, besonders als in den 1980er Jahren erstmals Cannabinoid-Rezeptoren entdeckt wurden.

Wissenschaftler entdeckten das biologische System, bevor sie den Auslöser fanden.

Nach der Entdeckung glaubten die Wissenschaftler, dass das Vorhandensein von THC Cannabinoid-Rezeptoren anregte. THC ist die psychoaktive Verbindung, die in Cannabis enthalten ist. Erst einige Jahre später wurde eine körpereigen hergestellte chemische Verbindung namens Anandamid entdeckt. Plötzlich machte das ECS Sinn. Es war da, um auf Chemikalien zu reagieren, die unser Körper intern produziert. Der Grund, warum Wissenschaftler zunächst annahmen, dass die Rezeptoren auf das Vorhandensein von THC reagierten, war, dass Tetrahydrocannabinol (THC) und Anandamid (AEA) Ähnlichkeiten auf molekularer Ebene aufweisen.

Für das als Endocannabinoid angesehene Anandamid wurde festgestellt, dass es mehrere Wirkungen hat. Es schien einen Glückszustand zu induzieren und verdiente sich den passenden Titel "Glücksmolekül". Wissenschaftler stellten auch fest, dass es anscheinend mit der Gedächtnisleistung, der Motivation, dem Denkprozess, den Schmerzen, dem Appetit und der Fruchtbarkeit in Verbindung zu stehen schien.

Anandamid besitzt auch die Fähigkeit, die Neurogenese zu fördern, was die Entwicklung neuer Nervenzellen meint. Dabei zeigt es "anxiolytische und antidepressiv wirkende Effekte". Während die Nutzen von Anandamid zwar vielfältig zu sein scheinen, gibt es auch einen Nachteil der chemischen Verbindung. Da es auf natürliche Weise hergestellt wird, wird es vom Körper unglaublich schnell abgebaut.

Was kannst Du tun, um die körpereigene Produktion von Anandamid auf natürliche Weise zu steigern?

Der schnelle Austritt von Anandamid aus dem Körper ist der Grund, warum wir nicht in einem permanenten Zustand der Glückseligkeit verweilen. Aber nicht alles geht verloren. Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie wir unseren Anandamidspiegel natürlich erhöhen können.

Ernährung

Die beste Nachricht? Du hast jetzt eine Ausrede, um Dich mit Schokolade zu verwöhnen. Durch den Gehalt der Substanz Theobromin soll Schokoladengenuss dazu führen, dass das Gehirn mehr Anandamid produziert. Theobromin könnte auch den Abbau von Anandamid verlangsamen und damit Vorteile an mehreren Fronten bringen. Für die besten Ergebnisse, solltest Du dunkle Schokolade der Milchschokolade vorziehen, denn je näher Du reinem Kakao kommst, desto besser. Dies sorgt für höhere Konzentrationen von Theobromin und starke Flavonoide.

CBD, hempseed oil, and healthy food

Wenn Du kein Fan von Schokolade bist, ist der nächste am besten geeignete Ersatz Trüffel. Nicht die magische Art, sondern der schwarze Pilz, der im Boden wächst. Schwarze Trüffel, die von renommierten Köchen auf der ganzen Welt verwendet werden, sind eine sehr begehrte Delikatesse. Wenn Du es Dir leisten kannst, werden Trüffel Dir eine Fülle von Anandamid zur Verfügung stellen. Glücklicherweise gibt es billigere Alternativen. Tee, Petersilie und Sellerie können auch dazu beitragen, die Produktion von Anandamid zu steigern.

Bewegung

Laufen ist nicht nur eine gute Möglichkeit, in Form zu kommen und Gewicht zu verlieren. Eine im Journal of Experimental Biology veröffentlichte Studie ergab, dass Bewegung die Produktion von Endocannabinoiden fördert. Nach nur 30 Minuten Laufen erlebten sowohl Menschen als auch Hunde einen Anstieg des AEA-Wertes. Leider wurde festgestellt, dass das Gehen nicht so effektiv ist. Um den größten Nutzen zu erzielen, solltest Du Dich auf aerobe Aktivitäten konzentrieren und Dein Herz zum Pumpen bringen.