Ist es möglich, eine Verschreibung von CBD zu bekommen?

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Die Weltgesundheitsorganisation (oder World Health Organization – WHO) ist Mitglied der Entwicklungsgruppe der Vereinten Nationen. Ihre Grundsatzerklärung umfasst die Förderung der öffentlichen Gesundheit, Ernährungssicherheit, gesunden Ernährung, Gesundheit am Arbeitsplatz, Reduzierung von Drogenmissbrauch und die Festlegung neuer Standards für die Entwicklung und Berichterstattung von wissenschaftlichen Erkenntnissen, Veröffentlichungen und Netzwerkbildung.

Sie wurde im Jahr 1948 in Genf in der Schweiz gegründet und spielte eine wichtige Rolle bei der Ausrottung von Pocken und bei der Bekämpfung anderer übertragbarer Krankheiten wie HIV/AIDS, Ebola, Malaria und Tuberkulose.

Seit dem Jahr 2016 sind insgesamt 194 Staaten Mitglieder der Weltgesundheitsorganisation, die fast den gesamten Planeten ausmachen. Die einzige Ausnahme bleibt Liechtenstein, obwohl das Land oft durch die Schweiz repräsentiert wird.

IST CBD SICHER?

Es könnte möglich sein, dass CBD-Produkte in nicht so ferner Zukunft verschrieben werden!

Im Dezember 2017 veröffentlichte der Expertenausschuss für Drogenabhängigkeit der Weltgesundheitsorganisation einen 27-seitigen vorläufigen Prüfbericht über Cannabidiol – CBD.

In diesem vorläufigen Bericht spricht sich der Ausschuss für die vollständige Aufhebung der derzeitigen Einstufung von CBD (in Reinform) als Betäubungsmittel aus. Es wird deutlich gemacht, dass CBD nachweislich ein medizinisches Potenzial hat. Obwohl man CBD noch nicht als medizinische Behandlung empfehlen kann, werden die zunehmenden empirischen und theoretischen Belege anerkannt.

Man erklärte:”…Die Bandbreite der Krankheiten, für die CBD untersucht wurde, ist vielfältig und entspricht seinen neuroprotektiven, antiepileptischen, anxiolytischen, antipsychotischen, analgetischen, entzündungshemmenden, antiasthmatischen und antitumoralen Eigenschaften.”

In Bezug auf seine pharmakokinetische und pharmakodynamische Wirksamkeit und Leistungsfähigkeit muss noch vieles geklärt werden. Doch das Hauptargument zur Verteidigung der Aufhebung der Einschränkung ist gepaart mit einem völligen Mangel an Beweisen für Gesundheitsschäden, einem Potenzial für Drogenmissbrauch und negative Nebenwirkungen.

Im Juni 2018 wird der Ausschuss einen umfassenden Bericht veröffentlichen, in dem man ausführlicher und genauer auf die verschiedenen Formen eingehen wird, hinsichtlich derer CBD produziert und konsumiert wird.

Könnte dieser Bericht die erste internationale Richtlinie für den standardmäßigen Einsatz von CBD-Medikamenten werden?

WAS IST DIE AKTUELLE REGELUNG FÜR CANNABIDIOL?

Immer mehr Länder lockern ihre Vorschriften für CBD-Produkte. Vorne mit dabei sind die USA, Großbritannien, Australien, Kanada und die Schweiz. Hoffentlich wird der umfassende Bericht der Weltgesundheitsorganisation vom Juni 2018 den Weg für eine umfassende Reform ebenen.

Hier ist eine Liste der Länder, in denen CBD-Produkte derzeit nicht von den Behörden kontrolliert werden. Bitte beachte, dass sich Gesetze ändern können, deshalb solltest Du immer den lokalen Status nochmal überprüfen.

Argentinien, Belgien, Belize, Brasilien, Bulgarien, Chile, China, Costa Rica, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Georgien, Griechenland, Guam, Guatemala, Hong Kong, Island, Indien, Irland, Italien, Jungferninseln, Kanada, Kolumbien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Niederlande, Niederländische Antillen, Nordirland, Norwegen, Österreich, Paraguay, Peru, Polen, Portugal, Puerto Rico, Rumänien, Russland, Schweden, Schweiz, Slowenien, Südafrika, Tschechische Republik, Ungarn, Uruguay, USA und Zypern.

CBD ist nicht psychoaktiv und wird allgemein als sicher angesehen. Aber CBD ist eines von vielen Cannabinoiden, die in Cannabis vorkommen. Cannabis ist hauptsächlich wegen der psychoaktiven Verbindung decarboxiliertem THCA – Tetrahydrocannabinolsäure – illegal. Es ist die Cannabispflanze und ihre Derivate, die von den Behörden kontrolliert werden, nicht spezifisch das CBD.

Es ist das THC, das für den freizeitlichen Konsum von Cannabis und das Potenzial für Drogenmissbrauch verantwortlich ist. Während THC auch ein großes medizinisches Potenzial aufweist, kann alles, was THC oberhalb einer bestimmten Menge enthält, je nach Rechtssystem einen Verstoß darstellen.

Hanf ist technisch gesehen auch Cannabis, aber enthält nur Spuren von THC und ist somit legal für den Gebrauch in der Faser- und Zellstoffindustrie.

Das Problem ist, dass professionelle und kommerzielle Extrakte in Laborqualität, bei denen das THC vollständig entfernt wird, in unserer Gesellschaft relativ neu sind. Die große Mehrheit der Rechtssysteme ist einfach nicht darauf vorbereitet und hat keine spezifischen Klauseln in Bezug auf diese nicht psychoaktiven Tinkturen, Öle, Cremes, E-Liquids und essbaren Produkte geschaffen.

WELCHE BELEGE GIBT ES, DASS CANNABIS MEDIZINISCHES POTENZIAL HAT?

Natürlich gibt es diesen Bericht der Weltgesundheitsorganisation. Er stellt einen Paradigmenwechsel in Bezug auf die Legitimität von sowohl anekdotischer als auch von Experten begutachteter Literatur dar.

Für diejenigen, die keinen akademischen Hintergrund haben, erklären wir hier kurz, wie das alles funktioniert. Damit ein wissenschaftlicher Befund oder eine wissenschaftliche Erkenntnis anerkannt und akzeptiert wird, muss die Studie durchgeführt und in einer durch Fachleute geprüften Fachzeitschrift veröffentlicht werden. Spitzenfachleute auf diesem Gebiet beurteilen die Qualität der Methodik in diesen Artikeln, sowie die Genauigkeit der angewandten mathematischen und statistischen Modelle. Sobald diese Qualitätskontrolle stattgefunden hat, wird die Studie veröffentlicht, damit der Rest der akademischen Gemeinschaft sie lesen kann. Eine Studie wird jedoch nur dann als “belegt” betrachten, wenn jemand anders das Experiment mit der exakt gleichen Methode wiederholt und dabei die gleichen Ergebnisse erzielt. Sobald dies geschieht, wird es nicht mehr als eine Theorie, sondern als wissenschaftliche Tatsache angesehen. In der Wissenschaft dreht sich alles um reproduzierbare Ergebnisse.

Diese durch Fachleute geprüften Fachzeitschriften und Publikationen werden normalerweise von Universitäten, Krankenhäusern, Labors und Forschungszentren unter die Lupe genommen. Die modernsten und aktuellsten Erkenntnisse sind in der Regel nicht frei zugänglich. Doch je mehr Zeit und Wissen zusammenkommt und je mehr weitere Artikel veröffentlicht werden, desto mehr Studien werden der Bevölkerung zur Verfügung gestellt.

Google hat ein fantastisches kostenloses Tool, das die Suche für Dich bündelt. Wenn Du auf https://scholar.google.com wechselst, kannst Du kostenlos erkunden, was derzeit öffentlich verfügbar ist – es kann sich hierbei um kostenlose und kostenpflichtige Literatur handeln.

Gib zum Beispiel einfach “CBD” und “Epilepsie” ein. Wähle in der linken Spalte “seit 2018” aus und Du erhältst die allerneuesten Ergebnisse. Zum Zeitpunkt, an dem dieser Artikel verfasst wurde, gab es bereits 43 Artikel, die speziell zu diesem Thema im ersten Monat des Jahres 2018 veröffentlicht wurden!

Am 3. Januar 2018 wurde ein Artikel mit dem Titel “Cannabidiol for drug-resistant seizures in the Dravet syndrome” im Journal of Pediatrics and Child Health veröffentlicht. Es geht um die Wirkung von CBD hinsichtlich der Reduzierung von Anfällen beim Dravet-Syndrom und um die Ergebnisse zusammenzufassen “…die Verringerung der Anfälle ist klinisch relevant…”.

Am 10. Januar 2018 wurde ein Artikel in The Pharmaceutical Journal unter dem Namen “Cannabis for epilepsy: is there enough evidence of efficacy?” veröffentlicht.

Es ist ziemlich klar, dass die Belege unbestreitbar sind und stetig mehr werden. Hoffentlich ist 2018 das Jahr, in dem CBD neu bewertet wird und die Gesetzgeber ihre Klassifizierungen neu definieren. Es ist immer noch sehr schwierig, mit CBD zu forschen, weil es in vielen Regionen technisch gesehen illegal ist – deshalb lassen Universitäten und Forschungsethikkommissionen es aus Angst vor Repressalien oft nicht zu.

CBD befindet sich momentan in einer Grauzone, in der die Moral und die Rechtsstaatlichkeit miteinander kollidieren. Die aktuelle Einstufung von CBD muss dringend reformiert werden.


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