CBD und seine Effekte auf Morbus Parkinson

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In den letzten zehn Jahren hat CBD (Cannabidiol) einen kontinuierlichen Bekanntheitsanstieg erfahren, was sich sowohl in einer Steigerung des persönlichen Konsums als auch in einer Zunahme entsprechender Forschungsstudien ausdrückt. Neben dem Aufstieg des Cannabinoids als neuer Stern am Himmel der Nahrungsergänzungsmittel zeigen die bisherigen Forschungsergebnisse auf, inwiefern CBD die Symptome verschiedener Erkrankungen behandeln bzw. lindern könnte. Als nicht-berauschender Wirkstoff weist die Verbindung eine Vielzahl von Wirkungen auf, die überzeugend sind, sich aber bisher leider nur schwer quantifizieren lassen. Als Folge des Umstandes, dass hochwertiges CBD immer leichter erhältlich ist, nähert sich die Forschung jedoch auch immer mehr einem umfassenden Verständnis der zahlreichen Nutzen des Cannabinoids an.

Eine Erkrankung, die in diesem Zusammenhang im Fokus steht, ist Morbus Parkinson. Die Patienten, die unter dieser meist stark einschränkenden neurodegenerativen Störung leiden, möchten verstehen, ob CBD das Potenzial besitzt, ihnen Linderung zu verschaffen.

Cannabidiol – kommen wir zur Sache

CBD gehört zu den häufigsten Cannabinoiden von Hanfpflanzen, in denen rund 100 verschiedene vorkommen. Abgesehen von seiner Prävalenz in Pflanzenproben ist ein weiterer Grund dafür, dass CBD die Aufmerksamkeit der Forscher auf sich gezogen hat, in seiner nicht-psychotropen Wirkweise zu sehen. Ganz anders als THC – das Cannabinoid, das reichlich von Cannabis-Sorten produziert wird, die dem Freizeitgebrauch dienen – wirkt CBD absolut nicht berauschend. Daher unterliegt die wissenschaftliche Forschung weit weniger Einschränkungen und viel mehr Menschen können den Wirkstoff ohne das Risiko unerwünschter Nebenwirkungen einnehmen. CBD ist ungiftig, gut verträglich und wird gerne als Nahrungsergänzungsmittel zur Unterstützung der täglichen Gesundheit und des Wohlbefindens eingesetzt.

Was den medizinischen Bereich angeht, könnte CBD ebenso von Nutzen sein: In Menschen- und Tiermodellen konnte man zeigen, dass es Entzündungen, Angstzustände, Übelkeit und weitere Symptome abschwächen kann. Allerdings sind einige hochqualitative Studien, die sich mit den medizinischen Eigenschaften von CBD befassen, noch nicht abgeschlossen. Deshalb müssen wir auf die derzeit verfügbaren Informationen zurückgreifen, um die Auswirkungen des Cannabinoids auf zahlreiche Erkrankungen, einschließlich Morbus Parkinson, zu verstehen.

Was ist Morbus Parkinson?

Morbus Parkinson ist eine fortschreitende degenerative Erkrankung des zentralen Nervensystems. Sie beeinträchtigt hauptsächlich die motorische Aktivität, die sich im Laufe der Zeit langsam verschlechtert. Die Symptome können in drei Gruppen unterteilt werden: primäre motorische Symptome, sekundäre motorische Symptome sowie nichtmotorische Symptome. Unter den primären motorischen Symptomen versteht man diejenigen Symptome, die bereits in einem frühen Krankheitsstadium beginnen, wie z. B. Zittern, Steifheit, langsame Bewegung und Schwierigkeiten beim Gehen. Diese charakteristischen Symptome werden gemeinsam als "Parkinsonismus" bezeichnet. Mit fortschreitender Krankheit können weitere Symptome auftreten, unter denen die Demenz zu den häufigsten zählt.

Bei den meisten Patienten ist Morbus Parkinson idiopathisch, was bedeutet, dass sich keine bestimmte Ursache angeben lässt. Man nimmt jedoch an, dass sowohl genetische als auch umweltbedingte Faktoren eine entscheidende Rolle spielen. Obwohl die Krankheit nicht als ausschließlich genetisch bedingt angesehen wird, haben 15% der Menschen, die an Parkinson leiden, einen Verwandten ersten Grades mit derselben Erkrankung. Was die Umweltfaktoren angeht, scheint es einen Zusammenhang zwischen Morbus Parkinson und Pestizidbelastung sowie Kopfverletzungen zu geben.

Morbus Parkinson beeinträchtigt die Nervenzellen (Neuronen) in einem Teil des Gehirns, der Substantia nigra bezeichnet wird. Die meisten dieser Neuronen produzieren Dopamin, einen Neurotransmitter oder chemischen Botenstoff, der Signale an andere Nervenzellen sendet. Es gibt fünf Leitungsbahnen, über die das Gehirn verbunden ist und über die Dopamin gesendet wird – Morbus Parkinson wirkt sich auf alle aus. Mit fortschreitender Krankheit nimmt die Dopaminmenge, die vom Gehirn produziert wird, ab, so dass Betroffene ihre Bewegungen (und andere Funktionen) nicht mehr normal steuern können. Die Lewy-Körper sind ein weiteres pathologisches Merkmal der Krankheit. Dabei handelt es sich um abnormale Ansammlungen von Proteinen, die sich in Nervenzellen entwickeln und die Ursache für den Zelltod sein können.

Derzeit gibt es über 10 Millionen Menschen, bei denen Morbus Parkinson diagnostiziert wurde, wobei Männer häufiger betroffen sind als Frauen. Die durchschnittliche Lebenserwartung nach der Diagnose beträgt zwischen 7 und 14 Jahre und es ist kein Heilmittel gegen die Krankheit bekannt. Es gibt jedoch verschiedene Medikamente, Operationen und weitere Methoden, die die Symptome lindern können. Eine dieser Methoden könnte nun CBD sein.

CBD und Morbus Parkinson

Eine kürzlich von brasilianischen Forschern an Parkinson-Patienten durchgeführte Studie hat gezeigt, dass die tägliche Behandlung mit Cannabidiol deren Wohlbefinden und Lebensqualität verbessert. Über einen Zeitraum von 6 Wochen verabreichte man 21 Patienten CBD in Weichkapseln. Dabei kamen drei verschiedene Dosen zum Einsatz: 300 mg pro Tag, 75 mg pro Tag und ein Placebo zur Kontrolle. Patienten, die 300mg pro Tag erhielten, erlebten die deutlichste Verbesserung. Man darf jedoch nicht übersehen, dass die Krankheit selbst durch die CBD-Gabe nicht abgeschwächt wurde, sondern nur einige ihrer Symptome. Darüber hinaus ist mit Blick auf die geringe Größe der Probandengruppe fraglich, ob die Ergebnisse Allgemeingültigkeit beanspruchen können.

Weitere Studien weisen auf das Potenzial von CBD hin, motorische Symptome lindern zu können, die mit Morbus Parkinson verknüpft sind, was insbesondere für Levodopa-induzierte Dyskinesien (LID) gilt. LID ist eine Form der Dyskinesie, die durch die Dopamin-Therapie verursacht wird, die eine häufige Behandlung von Parkinson-Patienten darstellt. Es könnte sich herausstellen, dass CBD eine wirksame Ergänzung bestehender oder möglicher zukünftiger Parkinson-Therapien darstellt. Außerdem legen Tierstudien nahe, dass Cannabisverbindungen das Fortschreiten von Morbus Parkinson und weiterer damit verbundener neurodegenerativer Erkrankungen wie der Demenz verlangsamen können. Derzeit ist allerdings noch zusätzliche Forschung erforderlich, um die spezifische Rolle von CBD ermitteln zu können. Erschwerend kommt hinzu, dass Parkinson an sich eine rätselhafte Erkrankung ist, die für Ärzte schwer zu definieren und umfassend zu behandeln ist.

Es ist jedoch deutlich, dass wir das Potenzial von CBD im Laufe der Zeit immer besser verstehen werden. Trotz der Hürden vor uns kann man mit Sicherheit sagen, dass CBD derzeit nicht das letzte Mal als potenzielle Parkinson-Therapie untersucht wird. Leider erinnert uns die Härte einer Parkinson-Krankheit immer wieder daran, dass die Erforschung der Cannabinoide unerlässlich ist, um eine wirksame Behandlung für eine der am stärksten beeinträchtigenden und unergründlichsten neurodegenerativen Erkrankungen finden zu können.

 


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