CBD-Wissenschaft: Der Unterschied zwischen CBD und CBDA

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CBD und CBDA sind beides Cannabinoide, einzigartige Verbindungen, die in Hanf- und Cannabispflanzen gebildet werden. CBD wird meist als das vielversprechendste Cannabinoid für medizinische Zwecke angesehen und daher ist CBDA etwas auf der Strecke geblieben. Der Trend des Entsaftens von Cannabisblättern hat CBDA jedoch wieder ins Rampenlicht zurückgeholt und viele Menschen fragen sich nun, was eigentlich der Unterschied zwischen den beiden ist.

Die Beziehung von CBDA und CBD

Zunächst ist es wichtig, die natürliche Beziehung der zwei Cannabinoide zu verstehen. CBDA kommt in rohem Pflanzenmaterial vor und ist die Säue-Vorstufe von "aktivem" CBD. Sowohl CBDA als auch CBD entstehen in Cannabispflanzen zunächst als Cannabinoid CBGA. Sobald ein verfügbares Enzym vorhanden ist, wandelt die CBDA-Synthase CBGA in CBDA um. Daraus kann durch den Prozess der Decarboxylierung, der mittels Hitze die Carboxyl-Gruppe entfernt, CBD entstehen. Der Decarboxylierungs-Prozess kann beim Verdampfen oder Kochen zum Beispiel sofort erfolgen; er findet aber bei längerer Lagerung von Pflanzenmaterial auch allmählich statt.

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Die Unterschiede zwischen CBDA und CBD

Es sollte unmittelbar klargestellt werden, dass sowohl CBDA als auch CBD nicht-psychotrop sind – sie werden Nutzer nicht high machen oder ihre Denkprozesse beeinträchtigen. Obwohl CBDA vorwiegend als inaktiv und demnach als CBD untergeordnet betrachtet wird, könnte es überzeugendes eigenes Potenzial bieten. Wie CBD und andere Cannabinoide soll CBDA unter anderem antiproliferative und entzündungshemmende Merkmale haben. Dennoch muss sich der über CBD anwachsende Forschungsberg noch auf CBDA ausweiten. Die entzündungshemmenden, krampflösenden, angstlindernden, antiproliferativen, antioxidativen und anderen Funktionen von CBD machen es zu einem vielseitigen Cannabinoid, das in zahlreichen Gesundheits- und Wellness-Branchen an Relevanz gewinnt. Wo aber steht CBDA?

Wichtige Forschung zu CBDA

• Übelkeit und Erbrechen

Obwohl es oft als "pharmakologisch inaktiv" bezeichnet wird, hat CBDA in Laborumgebungen potente Effekte gegen Übelkeit und Erbrechen gezeigt. Eine Studie aus dem Jahr 2013 an Tiermodellen erforschte nicht nur die Fähigkeit von CBDA, diese Symptome zu reduzieren, sondern auch sein Potenzial bei der Verbesserung von relevanter 5-HT1A-Rezeptoraktivierung.

Die Ergebnisse waren vielversprechend; die Forscher merkten an, dass "CBDA verglichen mit Cannabidiol eine deutlich größere Potenz bei der Hemmung von Erbrechen bei Spitzmäusen und Übelkeit bei Ratten zeigte." Darüber hinaus stellten sie fest, dass CBDA besser bei der Steigerung der 5-HT1A-Rezeptoraktivierung abschnitt, ebenso wie bei der möglichen Behandlung von vorwegnehmendem Erbrechen.

• Entzündung

Der entzündungshemmende Nutzen von CBD ist gut dokumentiert und macht einen großen Teil der hochwertigen Forschungsstudien zu diesem Cannabinoid aus. CBDA könnte auch ein guter Kandidat für die Reduzierung von Entzündungen sein. Tatsächlich wurde nachgewiesen, dass CBDA sogar noch geschickter als THC bei der Blockierung von COX-2 ist. COX-2 ist ein als Folge von Entzündungen produziertes Enzym. Ferner wurde bestimmt, dass die "Carbonsäuregruppe" von CBDA (das "A") entscheidend für die Rolle des Cannabinoids als selektiver Hemmer von COX-2 ist.

• Brustkrebs

Was Brustkrebs und CBDA anbelangt, ist die Forschung in diesem Gebiet recht unterentwickelt und darüber hinaus umstritten. Dr. Sean McAllister, ein äußerst erfolgreicher Wissenschaftler im Gebiet der Cannabinoidforschung, stellte zum Beispiel fest, dass THC und CBD Krebszellen zu hemmen und zu töten scheinen. Er stellte weiterhin fest, dass "CBDA verglichen mit CBD unbedeutende Effekte bei der Zellviabilitäts-Assay gegen mehrere Krebsarten hat. Wir haben deshalb nie großes Interesse an dem Molekül gezeigt."

Dies wird durch eine von Dr. McAllister hervorgehobenen Studie weiter gestützt, die unter dem Namen “Antitumor Activity of Plant Cannabinoids with Emphasis on the Effect of Cannabidiol on Human Breast Carcinoma” veröffentlicht wurde. Die Studie stellte fest, dass von all den Cannabinoiden (einschließlich THC, CBG und CBC) CBD das potenteste bei der Bekämpfung von Brustkrebs war, wohingegen CBDA sich als am wenigsten potent herausstellte.

Andererseits ergab eine Untersuchung der Hokuriku Universität aus dem Jahr 2012, dass CBDA die Zellmigration von Brustkrebszellen in Form eines aggressiven Brustkrebses hemmt. Die aus dieser Untersuchung gezogenen Schlussfolgerungen sind aber weit davon entfernt, konkret zu sein.

CBDA ist kein Sidekick

Kampf gegen KrebsEs ist klar, dass CBDA trotz aller Unzulänglichkeiten der Forschung eigene, von CBD verschiedene Qualitäten aufweist, die es zu einem verlockenden Forschungsthema machen. Die beiden Cannabinoide stehen in einer Beziehung, die zudem mehr Erforschung und Experimente erforderlich macht. Da immer mehr Cannabinoide zum Vorschein kommen, ist die Unterscheidung der individuellen Merkmale eines jeden sowie das Wissen darüber, wie sie alle als vollständiger chemischer Phytokomplex interagieren, von entscheidender Bedeutung.

 

 

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